Solaris Erfahrungsbericht

  • Sehr geehrter Herr Becker!

    Zunächst darf ich mich sehr herzlich für die beiden Telefongespräche bedanken, in welchen Sie meine Fragen freundlich, geduldig und überaus kompetent beantwortet haben.

    Meine Begeisterung für Kopfhörer begleitet mich bereits seit mehreren Jahrzehnten, weshalb es auch nicht verwundert, dass ich in diesem langen Zeitraum unzählige elektrodynamische (z.B. SENNHEISER HD580, HD600, HD650, HD800, IE800 und HD800s), planare (HIFIMAN HE1000 V2 und Susvara) sowie elektrostatische Kopfhörer mit entsprechenden Versorgerteilen (insg. fünf STAX) erworben und genossen habe.

    Im Herbst 2017 kaufte ich mir schließlich den AUDIOVALVE Solaris, welcher anstelle des STAX - Verstärkers (SRM-727 II) meinen Omega 2 antreiben sollte. Die Signalaufbereitung erfolgt über eine CYRUS (Signature) Audio - Kette.

    Ich habe den Solaris bestellt, weil ich (wieder) vom Transistor zur Röhre wechseln wollte, mich die Anschlussvielfalt des AUDIOVALVE reizte und ich dem Internet hervorragende Referenzen entnehmen konnte.

    Wenngleich ich bei elektronischen Geräten stets die Funktion über das Design stelle, so war ich zunächst doch vom optischen Erscheinungsbild des Solaris (mit transparenter Deckplatte) überrascht und höchst angetan. Dieser besondere Eindruck fand auch im Klangbild des Verstärkers seine Fortsetzung und zog mich unmittelbar in seinen Bann. Der Solaris eröffnete mir eine Musikdarstellung, die ich als körperhaft, authentisch und entspannt (quasi „analog“) beschreiben möchte und so noch bei keinem anderen Verstärker gehört habe.

    Im vergangenen Jahr habe ich meinen STAX Omega 2 gegen einen SR-009 und vor kurzem den HIFIMAN HE1000 V2 gegen einen Susvara eingetauscht. Für mich (und meinen kleinen audiophilen Freundeskreis) war sofort klar, dass auch diese beiden Kopfhörer wunderbar am Solaris klingen.

    In Bezug auf den Susvara möchte ich noch festhalten, dass dieser Hörer - trotz seines schwachen Wirkungsgrades - laut, dynamisch und äußerst beindruckend am Solaris gehört werden kann! Der Susvara braucht m.E. allerdings eine wesentlich längere Einspielzeit als die in der Bedienungsanleitung empfohlenen 150 Betriebsstunden! Nach ca. 250 bis 300 Stunden hat der Solaris aber den Susvara souverän im Griff und der Bass klingt nun unvergleichlich knackig, leichtfüßig und kontrolliert. Während der anfänglichen Betriebsstunden empfand ich den Sound des Susvara am STAX - Ausgang (mit Gain+) noch etwas voller und basskräftiger. Danach war allerdings dem OTL-Ausgang mit seiner Klarheit und Basskontrolle unbestritten der Vorzug zu geben. Obwohl ich gerne laut höre, muss der Lautstärkeregler kaum über 50 Prozent (12 Uhr) aufgedreht werden. Wegen der deutlich höheren Ausgangsleistung des Solaris kann z.B. auch mein EternalArts Kopfhörerverstärker nicht annähernd dessen Räumlichkeit und Dynamik am Susvara entfalten.

    Ich danke Ihnen, sehr geehrter Herr Becker, nochmals herzlich für Ihre persönliche und kompetente Beratung im Zuge meiner telefonischen Anfragen und gratuliere zur Konstruktion dieses tollen Kopfhörerverstärkers!

    Mit freundlichen Grüßen,

    Alfi127