Nachricht von Sam ...

  • Hallo Helmut,


    Nach nunmehr 2,5 Jahren Solaris mit annähernd 5000 Std. Betrieb ist die Begeisterung weiterhin ungebrochen. Klar die Hauptfunktion als Kopfhörerverstärker ist allein betrachtet bereits eine Klasse für sich. Egal ob niederohmige Kopfhörer wie Grado oder K812 im Impedanzbetrieb , hochohmige Kopfhörer wie HD800 ,T1, DT880 250Ohm im OTL-Modus oder von Lambda bis Ur-Omega im Staxmodus, mit einem Solaris kann man getrost den oder eben die Hörer seiner Träume auf aller höchstem Niveau genießen.


    Darüberhinaus nutze ich den Solaris auch als Vorstufe für meine Geithain 934K. Für mich stellt der Solaris auch als Vorstufe eine Referenz dar. Eine kürzlich zum Vergleich herrangezogene Mcintosh MC52 belegte dies auch deutlich, denn im Vorstufenbetrieb hatte der Solaris sogar ganz leichte Vorteile weil er dynamische Strukturen noch ein klein wenig genauer aufzeigen konnte und sich so für mich mindestens auf gleichem Niveau wie der 9000€ teure US-Amerikaner bewegte. Im Kopfhörerbetrieb war die Sache allerdings eindeutiger. Hier hatte die Kopfhörerfunktion des Mcintosh eindeutig das Nachsehen.


    Ein Geheimnis für die auch überragende Vorstufenqualität des Solaris ist wohl, dass diese immer im OTL-Betrieb arbeitet und dies unabhängig vom für den Kopfhörerbetrieb gewählten Modus. Chapeau Mr. Becker.


    Da ich den Solaris nicht mit eingebautem Wandler besitze und auch keine Passivlautsprecher mein eigen nenne kann ich Dir über diese weiteren Möglichkeiten nichts berichten wohl aber über seine eingebaute Phonovorstufe für MM Tonabnehmer. Ich glaube die wenigsten wissen überhaupt davon jedenfalls konnte ich bisher noch nichts darüber lesen.


    Vor einigen Jahren hatte ich dummerweise entschieden meine komplette Vinylsammlung zu verkaufen und glaub mir da waren viele Erstpressungen und Highlights dabei. Ich dachte mir, dass ich dies demnächst eh alles in digitaler hochauflösender Masterqualität bekomme. Leider hatte ich da die Rechnung ohne mich selbst gemacht denn es sollte sich schnell herausstellen dass diese Art des schnellen Musikkonsums überhaupt nicht meine Welt ist.


    Zuletzt kam hinzu, daß sich die Anschaffung eines vermeindlich "endgültigen" SACD-CD Player zwar klanglich als hervorragend erwies aber das Gerät leider mehr Zeit in der Werkstatt verbrachte als bei mir zu Haus.


    Zufällig hatte ein Freund zu dieser Zeit von mir einen überarbeiteten Dual 1229 erworben und er fragte mich ob ich nicht eine Phonostufe hätte. Ich sagte klar eingebaut in meinem Solaris. Wie das so unter Freunden ist bin ich direkt mit meinem Solaris zu Ihm gefahren und wir haben an seiner Geithain 901 den Solaris als Vorstufe angeschlossen und den Dual samt Shure System mit dem Phonoeingang des Solaris verbunden. Eine alte Platte für den Funktionstest aufgelegt und leise dudeln lassen damit sich die Gerätschaft mal für 3 Plattenseiten Betriebstemperatur verschaffen konnte. Nach dem 3. Kaffee waren wir nun aber neugierig wie es denn so klingt. Ehrlich gasagt habe ich da nicht viel erwartet. Weder vom Dreher mit System noch von der eingebauten Phonostufe des Solaris.


    Ist ja nur Beiwerk,dachte ich!


    Erstens kommt es anders ...


    In der folgenden Session versank ich immer mehr in meinem Hörsessel da mir selbst dieser alte Reibrad Plattenspieler mit MM an einer vermeintlich "einfachen" Onboardphono des Solaris äußerst schmerzlich aufzeigte welch katastrophale Fehlentscheidung ich traf als ich meine Platten verkaufte...shit!!!


    Alles Heulen und Zähne klappern half nichts ich musste handeln. Ich schaffte mir einen Thorens TD126 MK2 an und als Tonabnehmer kaufte ich ein Grado MI Prestige Gold 2.

    Seither ist ein gutes halbes Jahr vergangen und ich habe bereits wieder ca . 250 LPs.


    Um festzustellen wie weit die Qualität der eingebauten MM-Phonostufe noch reicht und ob ich es wagen kann einen weiteren bestimmten Schritt zu gehen hatte ich ein Highoutput MC Tonabnehmer von Dynavector Modell DV-20x2 für immerhin 900€ bei mir zu Gast.


    Deine MM Phonostufe im Solaris ließ die Klassenunterschiede nicht nur erahnen sondern stellte diese mühelos klar wenngleich ich mich nach dem Moment der Feststellung wieder sehr schnell an den Tugenden des jeweiligen Tonabnehmers erfreuen konnte.


    Nun habe ich keine Phonostufe zum Vergleich und will deshalb nicht in die Tiefe gehen aber wenn eine Phonostufe wie die im Solaris es schafft jemanden wie in meinem Fall geschehen wieder zu Vinyl zu bewegen mit allen Konsequenzen quasi wieder bei 0 anzufangen dann kann man sicher davon ausgehen, dass die durchaus in der Lage ist die kleinen feinen Signale des Tonabnehmers gebührend aufzubereiten.


    Vielen Dank Helmut für diese aus meiner Sicht "EierlegendewollmilchSau" Solaris.


    Gerne darfst Du meine Mail unter meinem Namen für Dein Forum oder Gästebuch verwenden.


    Lieben Gruß

    Sam