Equipment-Lupe

  • Liebe Leute,

    ich will in diesem Forum meinen Erfahrung mit dem KHV Luminare (2019) mit Euch teilen. Warum?

    Ganz einfach, das Produkt ist gut und verdienst es, dass darüber gesprochen und geschrieben wird, damit vielleicht mehr Musikbegeisterte gleich zum richtigen Produkt greifen und die teure Suche abkürzen können!

    Kurz zu meiner Person und warum ich denke, dass ich eine eigene Meinung haben kann. Ich bin 55 Jahre (jung ;-) und habe gut 12-14 KHV in den letzten 10 Jahren gehabt. Immer auf der Suche nach dem Optimum, aber das kennt Ihr ja bestimmt. Über Transistor-KHV bin ich längst hinaus, auch über die soo "ge-hypten" beiden Marken der letzten Jahre, weil sie einfach nicht das Potential und die Dynamik der Röhren haben, wenn denn das richtig Röhren-Design verwendet wurde und auch die Bauteilequalität stimmt! Letztendlich habe ich für mich den OTL-Mode und Dynamische Kopfhörer mit hohem Widerstand als das Optimum gefunden. Welcher Kopfhörer? Der Sennheiser 800 oder auch der 820! Warum? Der große Audio Technika ATH-ADX 5000 ist leichter, luftiger und vielleicht feiner in den Höhen, aber das raschelnde Kabel im XLR-Modus bei Kopfbewegungen nervt total dem Fluß der Musik zu folgen. Der Beyer T1 ist gut, aber auch wieder nicht so gut. Die restlichen Beyer´s z.B. T5 u.s.w. kommen wegen ihrem geringen Ohm-Werten und den sich daraus ergebenden Nachteilen und der Gesamtkonzeption dann doch nicht in Frage. Da sind die "Audezens" dann schon "besser konstruiert". Ich kenne den LCD-2, -3, -4, -X, MX4 und den Classic recht gut, denn ich habe mich durch alle hinweg hoch gearbeitet. Lassen wir den Classic wegen seiner zu warmen und lulligen Abstimmung weg und lassen wir auch die neueren Ausführungen ab den Jahren 2017 wegen der zu breiten, zu lieblichen, zu amerikanischen Abstimmung weg, dann bleiben m.E. nur noch die etwas älteren Modelle, der LCD-3 und LCD-4. Den LCD-3 verwende ich ab und an in Abhängigkeit von der Quelle, die den Luminare speist. ---------->

    -------------------> Jetzt kommt der entscheidende Punkt zum Luminare.

    Der Luminare verstärkt genau das was er bekommt. Das ist jetzt nicht wirklich verwunderlich, oder? "If you give garbage in you will get garbage out" Wir wollten aber keinen Müll hören, sondern das was wirklich geht.... Dazu haben wie eine Laufwerks-/Wandler-Kombination mit 10 MHz-Clock getestet. Der Esoteric P-02x (beim Laufwerk wiegt allein der "Drehteller" 12 kg und das gesamte Gerät 31 Kg) gibt seine Daten mit 2 HDMI K8 Kabeln an den Esoteric L-02X (ein 36 Bit Dual Mono D/A Converter, der auch schon wieder über 30 Kg wiegt ;--) weiter, der dann den Luminare speist. Beide "Vorspieler" werden mit einer 10 MHz Referenz-Clock von Mutec getaktet und wenn wir aus dem La Rosita Mac Mini über Amarra kommen, dann läuft das Signal über eine kaskadierte Mutec-MC 3 + USB Re-Clocking-Kette, dann ebenfalls mit der 10 MHz Referenz Clock von Mutec. Strom, Netz- und Verbindungskabel sind ebenfalls auf allerbestem Niveau, ebenso wie unsere Eames Relaxer. Puh :-)))

    Mit dem Luminare können wir nicht nur sehr gute, gute, mittlere, schlechte und "ach interessant" Aufnahmen differenzieren sondern auch das Equipment das vorgeschaltet wird. Den ersteren Punkt kennen wir alle, wenn auf einmal geliebte Aufnahmen so grottig klingen, dass wir diese nicht mehr hören wollen. Der zweite Punkt, dass der Luminare eine Lupe für den vorgeschalteten CD-, SACD-Player oder die Laufwerks-/Wandler-Kombination ist, der ist neu bei KHV. Mit dem Luminare ist eine Beurteilung der vorangestellten Komponenten möglich und zwar ebenso, wie mit den Aufnahmen, die auf einmal nicht mehr so recht gefallen wollen und die schlechte Aufnahmequalität und/oder die Studiofehler offen legen.

    Jetzt kommen wir aber wieder zurück zum Kopfhörer. In unserem Fall passt der LCD-3 eben besser, weil die japanischen high end Geräte eben anders abgestimmt werden als die europäischen (für uns noch am "besten klingenden") oder gar die wärmeren amerikanischen, sprich die Esoteric Laufwerks-/Wandler-Kombination ist ähnlich dem Audio Technika sehr luftig und fein zeichnend, aber eben weniger dynamisch und weniger livehaftig ausgelegt. ((Exkurs zu Lautsprechern: Der Vergleich von Klipsch (Hörnern) und JBL (Synthesis) Studioequipment past hier wie die Faust aufs Auge. Der amerikanische Hersteller stimmt weicher, wärmer und gröber, impulsiver ab, der japanische Hersteller will es gerne etwas feiner, luftiger und nicht so deftig, knallig. Also Ohren auf beim Boxenkauf :-P zur bestehender Anlage. Vielleicht den Luminare zur Voruntersuchung zwischen schalten ..... Und ... alles unter 92 dB ist eh eine Fehlkonstruktion! Exkurs Ende.))

    Wie gut, dass der Luminare auch niederohmige, dynamische Kopfhörer "kann", wie den wärmeren Audeze.

    Das überragende Merkmal des Luminare ist aber seine Multifuktionalität. Er kann mit Allen und mit Jedem, mit Stax, mit Elektrostaten, mit "OTL-ern" und mit "low-Impedanzlern". Und damit ist er absolut einzigartig unter den vielen guten Röhrenkopfhöhrerverstärkern und ganz klar eine Kaufempfehlung, weil er mir jede Freiheit läßt, back and forward .....